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Andalusien – Trouvaillen

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Trottomundos Andalusien Trouvaillen

Andalusien – Das perfekte Reiseziel im Frühling, den im Sommer ist es im trockenen Süden Spaniens mit teilweise bis zu 38° in den Städten oftmals zu heiss für kulturelle Besichtigungen und das Leben beginnt erst am Abend. Zum Glück gibt es auch eine grosse Anzahl an unterschiedlichen Stränden und Buchten, falls es Sie doch im Sommer nach Südspanien führen sollte. Im Herbst können Sie noch lange bis in den Oktober warme Tage geniessen und im Winter bildet die Gebirgskette Sierra Nevada eine faszinierende Kulisse und die Städte werden für Weihnachten herausgeputzt und aufwendige Krippenspiele aufgestellt.

 

 

Die Bezeichnung Andalusien stammt vom arabischen Namen für die Region, Al-Andalus , und auch noch heute lassen sich die kulturellen Spuren der maurischen Herrschaft an vielen Orten sehen und zählen mit zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der autonomen Region Andalusien. Zu den bekanntesten maurischen Bauwerken zählen die Alhambra in Granada, die Mezquita in Córdoba und die Giralda in Sevilla. Andalusien ist aber auch Spanien, wie es sich viele vorstellen – der Geburtsort des Flamenco, Stierkampfrevier und wie andere Orte auch Heimat von ausgefeilten Tapas, oftmals mit einer orientalischen Note. Andalusien, das sind auch wilde Gebirgsregionen, der Nationalpark Doñana, Wanderdünen, Strände und die Gewächshausmetropole El Ejido bei Almería.


Zu Andalusien gehören acht sehr unterschiedliche Provinzen, wovon wir Ihnen diesen Monat Cádiz, Córdoba, Granada, Sevilla und Almería vorstellen werden. Als Startpunkt für eine Andalusien Rundreise eignen sich die Städte Málaga und Sevilla, wer mehr Zeit hat in Andalusien, kann auch in Valencia oder Madrid beginnen. Aber immer mit der Ruhe, denn in Spanien herrscht oft ein gemächlicheres Tempo vor.

Sehenswerte Orte in Andalusien

Cádiz

Cadiz

Die Provinz Cádiz befindet sich im Südwesten Andalusiens, zwischen Mittelmeer und Atlantik und besticht mit langen Sandstränden, weissen Dörfern im Landesinnern und der charmanten Stadt Cádiz. Zudem ist es von Tarifa aus nur ein Sprung nach Tanger, beziehungsweise 14 km nach Afrika. Die Stadt Cádiz befindet sich auf einer schmalen Landzunge und unterteilt sich in die moderne Neustadt und die malerische Altstadt mit einer langen Promenade, Gärten, engen Gässchen und einem kleinen Sandstrand. Von vielen Ecken ist die Kathedrale ersichtlich, welche verschiedene Stile vereint und einen tollen Blick auf die Altstadt bietet. Wer genug vom Sightseeing hat, geniesst den Sonnenuntergang und das Lebensgefühl am kilometerlangen Sandstrand Playa Victoria.Cadiz2

 

Auf dem Weg von Cádiz der Küste entlang nach Süden lohnt sich ein Stopp im dramatisch gelegenen Dorf Vejer de la Frontera, eines der bekanntesten weissen Dörfer Andalusiens. Die Strandorte zwischen Cádiz und Tarife im Süden der Halbinsel bieten Strandvergnügen für unterschiedliche Bedürfnisse, es hat unberührte Strände, Familienstrände mit einem grossen Serviceangebot und eindrucksvolle Klippen. Conil de la Frontera mit seinen weissen Häusern wirkt sehr gepflegt und eignet sich für Wind- und Kitesurfer. Weiter südlich lockt Caños de Meca, eine schöne Bucht mit viel Hippieflair. Die Bucht von Bolonia vor Tarifa zählt zu den schönsten Stränden Spaniens und Zahara de los Atunes ist ein Fischerdorf, das beliebt ist bei spanischen Touristen. Der Abschluss bildet Tarifa, das Strände am Atlantik und am Mittelmeer bietet und ein Mekka für Wind- und Kitesurfer ist. Am Abend tobt in der kleinen übersichtlichen Altstadt das Leben und immer im Blick ist die nahe Küste Nordmarokkos. Wer möchte, kann mit der Fähre für einen Tag nach Tanger, die Überfahrt dauert nur 35 Minuten, ein Reisepass ist dafür jedoch notwendig.

 

 

Córdoba

Alcaza de los Reyes Cristianos

Die Stadt Córdoba (ca. 302‘000 Einwohner) ist das Herz einer sehr ländlichen Provinz in Andalusien, in der Olivenöl und Wein angebaut werden, die zu den besten Andalusien gehören. Zur Provinz gehören viele kleinere Orte und sanfte Hügellandschaften. Die Stadt Córdoba lässt sich gut zu Fuss entdecken und bietet viele historische Sehenswürdigkeiten. Das bekannteste Bauwerk ist die Mezquita, die Moschee, bekannt für die rot-weiss gestreiften Bögen und ein Meisterwerk der islamischen Baukunst. Am gleichen Standort wurde im 16. Jahrhundert eine Kathedrale eingebaut, was zu dem verwirrenden Namen Mezquita-Catedral führte. Rund um die Mezquita locken malerische Altstadtgassen mit kleinen Geschäften und Bars. Empfehlenswert ist ein Spaziergang über die römische Brücke über den Guadalquivir, welche einen schönen Blick auf die Altstadt erlaubt. Im Spätsommer findet jeweils ein zweiwöchiges Gitarrenfestival mit Musikrichtungen wie Klassik, Flamenco, Blues und Rock statt und die Musikerinnen und Musiker treten in den Alcázar-Gärten auf.

 

Granada

Alhambra, Granada 2

Granada ist wohl einer der schönsten Städte Europas (265‘000 Einwohner) und verzaubert scharenweise Besucher mit der grossartigen Kulisse der Sierra Nevada, der Alhambra, den Gassen im Albaicín, versteckten Plätzen mit Panoramaaussicht, dem Flamencoviertel Sacramento und der Kathedrale. Doch die Studentenstadt Granada lebt, was sich an der gratis Tapas-Kultur, Flamencoshows, Grossraumdiscos, kleinen Bars, Freiluftfestivals und den vielen Strassenmusikern immer wieder zeigt. Die Einflüsse verschiedener Kulturen sind hier deutlich spürbar, schon nur bei den kreativen Tapas-Kreationen, die oft weit über ein Stück Weissbrot mit Manchego-Käse hinausgehen. So ist es auch ein leichtes im Viertel Albaicín Shisha- und Teebars mit marokkanischen Sitzkissen zu finden und von dort aus den Alltag und das Treiben auf den Strassen zu betrachten. Im malerischen Viertel tummeln sich die unterschiedlichsten Leute: Touristen, Althippies, Punks, Auswanderer und Einheimische. Allen gemeinsam – sie geniessen gerne den Sonnenuntergang von einem der schönen Panoramaplätze mit Ausblick. Wer es noch spektakulärer mag, der geht bis zur Kirche La Ermita de San Miguel Alto hoch und geniesst von dort die Aussicht auf die Dächer des Albaicín, die Alhambra und die Neustadt. Von hier lässt sich auch gut eine Besichtigung des Viertels Sacromonte einbauen. Kleine Wege schlängeln sich immer weiter aus Granada hinaus, vorbei an weissen Häusern, Restaurants, Flamencolokalen und bewohnten Höhlen. Hier fühlt man sich in einem kleinen Dorf und weit weg von der Stadt. Wieder zurück empfiehlt sich ein Abendspaziergang der Promenade des Rio Darro entlang, immer gesäumt von Künstlern und Musikern, eine magische Atmosphäre zu Füssen der Alhambra. Als Treffpunkt für den Abend empfiehlt sich die Plaza vor der Kathedrale, wo oftmals eine Veranstaltung stattfindet, sei es ein Theater oder eine Flamencoshow. Von hier aus geht es weiter in diverse Tapas-Bars, am besten an der berühmten Calle Elvira, wo sich eine Bar an die nächste reiht. Das Abendessen wird frühestens ab 21.00 Uhr eingenommen und bis spät abends sind Familien mit Kinder unterwegs und essen Eis oder Churros.

Granada

Die Provinz Granada bietet jedoch viel mehr als nur Granada-Stadt. Nur eine halbe Stunde von der Stadt entfernt beginnt die Sierra Nevada mit ihren verträumten Tälern und den Alpujarra-Dörfern. So beginnt vom kleinen Dorf Monachil aus eine schöne Halbtageswanderung zu Wasserfällen, über Brücken und dem Fluss entlang. Aber auch nur 30 Fahrminuten sind es bis zur Costa Tropical und somit ans Meer.

Video mit der Stimmung vom Mirador San Nicolas in Andalusien


 

Sevilla

Sevilla

Sevilla (ca. 715‘000 Einwohner) ist eine absolut sehenswerte Stadt in Andalusien, die alle Stereotypen Andalusien verkörpert mit einem ausgelassenen Sommerfest, massenweise Tapas-Bars, verwinkelten Gässchen, langen Nächten, Orangenbäumen, Flamenco und Stierkampf. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich an der Ostseite des Guadalquivir. Hier steht die beeindruckende Kathedrale mit dem Minaretturm, der Giralda, deren Bau an der Koutoubia-Moschee in Marrakesch angelehnt ist. Gleich gegenüber der Kathedrale befindet sich der Alcázar, die Residenz von Kalifen und Königen. Die Anlage erinnert stark an die Alhambra in Granada, bietet jedoch noch aussergewöhnliche Gärten, in denen es sich verweilen lässt. Über den Orangenhof mit mehr als 60 Orangenbäumen führen kleine Wege zum Barrio de Santa Cruz, dem jüdischen Viertel Sevillas. Hier erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Gewirr von Gassen, grünen Plätzen und natürlich Restaurants. Es können auch Fahrräder ausgeliehen werden und damit die touristisch weniger bekannten Seiten der Stadt erkundet werden wie die Stadtviertel La Macarena mit der Alameda de Hercules (Ausgangsspot der jungen Einheimischen) und Triana auf der anderen Seite des Guadalquivir. Die vornehmen Prachtbauten des Zentrums gipfeln in der Plaza de España mit Springbrunnen und Minikanälen mit Booten. Zuflucht vor dem Verkehrslärm und der sommerlichen Hitze findet sich im grossen Parque de María Luisa mit über 3500 Bäumen und kleinen Seen. Ein perfekter Ort für eine Siesta, bevor mit einer Tapas-Tour der Einstieg in das bunte Nachtleben der Stadt beginnt.

 


 

Almería

andalusien

Almería ist eine ausgesprochen trockene Provinz im Osten Andalusien und zieht weit weniger ausländische Touristen als andere Regionen an der spanischen Küste. Lange Zeit war Almería eine verarmte Provinz, bis sie sich einen Vorteil aus den vielen Sonnenstunden schuf und zur Metropole für den Gemüseanbau in Treibhäusern avancierte. Rund um El Ejido gruppieren sich die enormen Gewächshäuser entlang der Strasse. Almería selbst (171‘000 Einwohner) ist eine Hafenstadt, welche viele Einwanderer anzieht, die sich einen Job in den Obst- und Gemüsezuchten erhoffen. Über der Stadt thront die mächtige Alcazaba, eine Erinnerung an die Zeit als Haupthafens des Kalifats Córdoba.

Während der westliche Teil der Küste relativ zugebaut ist mit Appartementanlagen finden sich im Osten von Almería das wilde Cabo de Gata, dessen Strände zu den schönsten Spaniens gehören. Die ausgedörrte Küstenlandschaft zählt zu den trockensten Gegenden Europas und wird oftmals als Wüste bezeichnet. Entsprechend eindrücklich und unerwartet kommt die Landschaft daher mit Hügeln aus dunklem Vulkangestein, Palmhainen und einer Ansammlung von weiss bemalten Häusern. Ein Park schützt 60 Küstenkilometer rund um das Kap und die Gegend ist noch sehr ursprünglich ausserhalb der Reisemonate Juli und August. Ein gutes Ausgangsziel für Entdeckungen mit dem Mietwagen ist der kleine Ort San José mit einigen der besten Strände in der Umgebung wie der Playa de los Genoveses und der Playa de Mónsul. Rund um San José hat es nur kleine Siedlungen und Dörfer und Wanderwege führen zu schönen Ecken und Stränden, welche teilweise nur zu Fuss erreichbar sind. Wer diese einsame Gegend möglichst intensiv erleben will, kann dem 61km langen Wanderweg im Nordwesten bis nach Agua Amarga im Nordosten der Küste entlang wandern.

 

 

Restaurant Tipp zu Andalusien

Wer in Zürich auf der Suche nach Tapas-Tellern, Albóndigas, Paella, Lomo Ibérica, Pata Negra etc. ist wird in den folgenden Lokalen fündig:

Restaurant Mucho Gusto beim Kasernenareal Zürich

http://www.mucho-gusto.ch/

Restaurant Gonzalez beim Irchelpark Zürich

http://restaurant-gonzalez.ch/

Taverna Catalana beim Rennweg Zürich

http://www.tavernacatalana.ch/

Für ein gutes Glas spanischen Wein empfiehlt sich die Bodega Española im Niederdorf, die im 1. Stock auch ein spanisches Restaurant beherbergt:

https://www.zuerich.com/de/besuchen/restaurants/bodega-espanola

Filme zu Andalusien

Princesas

Ein warmherziger und melancholischer Film über das Rotlichtmilieu in Madrid und die ungewöhnliche Freundschaft zwischen der Spanierin Caye und Zulema aus der dominikanischen Republik.

 

Los Lunes al Sol


Los lunes al sol spielt im Nordwesten Spaniens, in der Hafenstadt Vigo. Fünf arbeitslose Freunde treffen sich in einer Bar, um einen Weg aus der Misere zu finden. Alle kämpfen mit ihren alltäglichen Sorgen und trotz der Probleme und Dramen bewältigen sie ihr Leben mit Humor und gegenseitiger Hilfe. Schöner Film über Freundschaft und das Leben in der Krise.

Pan’s Labyrinth


Die kleine Ofélia zieht mit ihrer Mutter zu einem hochrangigen Militäroffizier aufs Land in Nordspanien. Ofélia findet Zuflucht vor der Brutalität des Stiefvaters in einer Fantasy Welt mit wundersamen und schaurigen Fabelwesen. Bildgewaltige Erzählung über die Macht der Träume.

 

Biutiful


Nach 21 Grams und Amores Perros der dritte Film des Regisseurs Alejandro González Iñárritu. Im multikulturellen Viertel El Raval in Barcelona lebt der Kleinganove und Vater Uxbal. Er bewegt sich zwischen den unterschiedlichen Welten am Rande Barcelonas, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Freundin, seinen Kindern und letztendlich mit sich selbst. Ein Film, der lange nachwirkt.

Musik aus Andalusien

Fito y Fitipaldis: Por la boca que vive el pez


Spanische Rockband aus Bilbao.

 

Jarabe de Palo: La Flaca


Die Latin-/Rockband aus Barcelona erlangte internationale Bekanntheit mit dem Hit La Flaca.

 

Bongo Botrako: Todos los dias sale el sol


Bongo Botrako aus Barcelona verbreiten mit ihrem Mestizo-Stil jede Menge gute Laune und Energie.

Amparanoia: La vida te da


Die Band der spanischen Sängerin Amparo Sánchez wurde in Granada gegründet und mischt unter anderem Musikrichtungen wie Soul, Rock’n’Roll, Jazz und Rumba.

Bücher zu Andalusien

La Sombra del Viento (der Schatten des Windes) von Carlos Ruiz Zafón

Spanungsgeladener Roman um das Leben von Daniel Semperes, der in ein Labyrinth abenteuerlich verknüpfter Lebensläufe gerät.

 

Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz von Jordi Punti

Gabriel tourt mit seinem Möbelwagen quer durch Europa und hat bei seinen Reisen vier Söhne gezeugt: Cristófol, Christopher, Christof und Christophe, die nichts voneinander wissen. Als Gabriel verschwindet, durchsucht Cristófol die Wohnung und stösst auf die Existenz seiner Brüder. Aus den vielen Geschichten, entsteht nach und nach das Bild eines Mannes, der auf vielen Hochzeiten tanzte. Ein wunderbar erzählter Roman über einen charmanten Lebenskünstler.

Dieser Beitrag über Andalusien wurde von Trottomundo, das Reisebüro – der Outdoorshop erstellt

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